Donnerstag, 29. Januar 2009

-Back again-

Hallo ihr Lieben.

Nach 2 Tagen, die wir mehr oder weniger nur noch in diversen Transportmitteln (Speedboot, Taxi, Bus, Flugzeug) verbracht haben, ist es nun geschafft. Deutschland hat uns wieder.
Vor allem die Galapagos-Inseln mit ihrer schillernden Tierwelt, aber auch die Strapazen/Schoenheit der Anden (kann man nicht voneinander trennen) und das Schimmern des Cuyabenoflusses im Oriente haben uns nachhaltig beeindruckt.
Aber auf eines freuen wir uns jetzt wirklich: die kulinarischen Hoehepunkte gutbuergerlicher deutscher Kueche, denn da koennen die Ecuadorianer noch echt was von uns lernen.

In diesem Sinne nen guten und bis bald mit viel mehr Erzaehlungen, die wir euch persoenlich mitteilen koennen.

Sabine, Patrick, Bjoern und Ina.

Sonntag, 25. Januar 2009

- Galapagos...die Zweite! -

...so nun mal ganz detailliert!
Unser gechartertes "Boot" hatte den wundervollen Namen Friendship. Nach einigen nicht so tollen Internetberichten, die wir leider erst alle nach der Buchung gelesen hatten, waren wir auf das Schlimmste vorbereitet! Hat leider nicht gereicht.... Nicht nur, dass der verrostete Kahn den Eindruck machte, dass er gleich absaufen wuerde, brachten uns erst unsere Kajuete so richtig auf die Palme. Eine nicht funktionierende Klospuelung gepaart mit hunderten von Untermietern auf den Betten (Termiten bzw. die abgestossenen Fluegel), sowie auch der viele Dreck von den letzten Monaten, war dann doch etwas viel fuer uns.



Deswegen hielten wir uns erstmal nur an Deck auf, dem einzigen weniger ekelhaften Ort und warteten vergeblich auf Infos von unserem nicht vorhandenen Guide bis wir schliesslich einschliefen... Nach unbestimmter Zeit ist zum Glueck Sabine aufgewacht um dann festzustellen, dass alle anderen das Boot gerade verliessen zur ersten Landtour, ohne uns Bescheid zu geben. Mit dem zweiten Beiboot durften wir dann aber doch mit, um im Bus unseren Guide dann doch kennenzulernen, der gerade seinen ersten Arbeitstag auf der Friendship hatte. Nach den Riesenschildkroeten bei Regen kehrten wir zum Boot zurueck, mit der Info dass wir um elf Uhr ablegen sollen. Ina und Bjoern, die an Deck geschlafen haben (weil ihr Bett mit Termiten belegt war) wurden um halb fuenf morgens vom Guide informiert, dass ein Motorschaden das Boot lahm legt und wir vorerst nicht ablegen. Patrick und Sabine trauten sich tatsaechlich in ihren Betten zu schlafen, was sich als grosser Fehler rausstellte. Koennt ihr euch vorstellen wie es ist am Morgen aufzuwachen und von zig Termiten belagert zu werden?!?!
Das war dann ungefaehr der Zeitpunkt, als wir beschlossen das Boot zu wechseln. Nach einem Daytrip mit dem Speedboot, der als Entschaedigung zugegebenermassen ganz nett war, wurden wir aufgrund nicht beherrschbarer Termitenplage alle in ein Hotel verfrachtet. Soviel zum Thema "Kreuzfahrt". Zum Glueck hatten wir da bereits die Zusage unserer Agency am naechsten Morgen auf ein richtiges Boot zu kommen.

Die Floreana...nun konnte es endlich losgehen....



Nach "standesgemaesser" Einfuehrung und Begruessung durch die Crew und neuem (faehigem) Guide begannen fuer uns endlich die ersehnten Erholungstage im Paradies. Denn das sind die Inseln wirklich... Noch nie waren wir Seeloewen, Schildkroeten, Iguanas, Pelikanen und anderen Tieren so nahe. Es scheint fast so, als dass sie uns mehr bestaunen, als wir sie. Fuer uns sind das unvergessliche Momente und das Trauma Friendship ist bereits ueberwunden. Seht einfach selbst...


























P.S. ...die naechsten Tage werden wir komplett auf hoher See verbringen und ihr lest dann wieder kurz vor dem Abflug von uns.

Donnerstag, 22. Januar 2009

- Galapagos, wir kommen-

Nun ist es so weit...nach all den Strapazen der letzten Tage, freuten wir uns wie die Schneekoenige auf Waerme, Ruhe und viele Tiersichtungen...
DIE GALAPAGOS-Inseln.
Verheissenes Paradies...stop. Irgendwas ist aber falsch gelaufen bis dahin.
Wenn man seine eigenen guten Vorsaetze ueber Bord wirft, muss sowas zwangslaeufig passieren.
Ihr wisst nicht, wovon ich spreche? Keine Sorge, bald werden wir mehr berichten.
Wenn unser Ekel-Horrortrip der letzten 2 Tage hoffentlich den erwarteten wunderbaren Erlebnissen gewichen ist.
Also bis dann ihr lieben.
Ach an alle, die die letzten Tage an mich gedacht haben, DANKE dafuer.
Asta luego, muchachos.

Dienstag, 20. Januar 2009

- "wildlife" -

...schwer muede nach der nervenaufreibenden und langen Fahrt in den Regenwald wurden wir doch wie verabredet im Reservat Cuyabueno von unseren Guides erwartet und mit dem Boot in die Lodge gebracht... Unser zu hause fuer die naechsten drei Naechte war eine kleine, schnuckelige Bambushuette in Mitten des Dschungels, ohne Elektrizitaet und ohne Dusche (aber wer braucht das schon, wenn man im Fluss nebenan Baden kann?!)







Neben den vielen Tieren im Umkreis der Lodge unterhielten uns auch die beiden Wachhunde und vor allem Wollaeffchen Melissa bestens...





Nach kurzer Staerkung ging es auch schon los...mit dem Boot flussabwaerts zur Laguna Grande, wo die Anacondas auf uns warteten. Auf dem Weg dorthin durften wir auch erfahren, warum der Regenwald REGENwald heisst... Die ganz mutigen konnten zudem in der warmen Lagune nicht weit von den Schlangen baden. Nass war man ja eh schon...




Und tatsaechlich konnten wir eine 8 Meter Anaconda sichten. Leider nicht auf dem Baum in voller Laenge, sondern nur zusammengerollt in Ihrer Hoehle.

An den darauffolgenden Tagen erkundschafteten wir das Leben, die Tier- und Pflanzenwelt im Dschungel. Gefuert von Melissa und unseren beiden einheimischen Guides ging es durch das naheliegende Dickicht. Hierbei erfuhren wir alles ueber die Heilkraefte der Pflanzen, die Tricks zum Ueberleben im Dschungel und die tierischen Bewohner der grossen Baeume.









Ein weiteres Abenteuer war das Fischen der Piranhas in den schmalen Nebenfluessen des Cuyabueno Rivers. In kleinen Paddelbooten machten wir uns auf die Jagd nach den Fleischfressern. Und tatsaechlich angelten wir unser Abendessen und mussten nicht hungern :)
...viel Fleisch war an dem Fischchen aber nicht dran. Deshalb gab es viel von dem obligatorischen Reis dazu....





Auf dem Rueckweg zur Lodge haben wir dann auf Nachfrage erfahren, dass in unserer grossen Badewanne auch einige der kleinen Fischchen schwimmten. Dies wohl aber nur wenige sind und deshalb ungefaehrlich... Was blieb uns anderes uebrig als das zu glauben?!

Am letzten Tag unseres Dschungelaufenthaltes machten wir uns nochmal auf die Suche nach den Anacondas...
Heute fanden wir gleich zwei Exemplare, hatten aber wieder kein Glueck mit dem Wetter, so dass sie sich wieder nur in ihren Hoehlen verkrochen.

...am Ende der Regenwaldtour bleibt uns die Erinngerung an fuenf verschiedene Affenarten die wir in ihren Baumkronen bewundern durften, viele bunte Schmetterlinge, noch mehr Voegel und natuerlich die Koenigin der Schlangen. Alles in allem war der viertaegige Aufenthalt in der Lodge mit der banalen und urspruenglichen Lebensweise, dem herrlichen, warmen Wetter eine super Erfahrung und gute Vorbereitung auf die Sonne auf den Galapagos Inseln.

Das ist naemlich nun die naechste Station... Es ist ja nur ein 20 Stunden Trip mit Bus und Flugzeug :)

- endlich ein bissel relaxen -

nach den anstrengenden Tagen in den Bergen, insbesondere dem Cotopaxi-Besteigungsversuch!, sind wir zum "Wunden-Lecken" in die Baederstadt Baños gefahren.



Hier war Wellness
angesagt...Mit leckerem Essen beim Italiener und bei angenehmen 38 Grad Wassertemperatur in den Thermalquellen konnten wir unserem Koerper endlich mal wieder was Gutes tun. Farblich sah das Wasser zwar etwas gewoehnungsbeduerftig aus, doch wir konnten uns schnell davon ueberzeugen, dass das alles wohltuende Mineralien sind. Nachdem Ina schon fast im warmen Wasser eingenickt ist, sind wir dann doch schnell ins Hostel und haben geschlafen wie Gott in Frankreich. Ohne Kaelte, ohne treibenden Guide, ohne Schnarcher im Bett nebenan, genossen wir unsere neun Stunden Schlaf...



Ebenso gemuetlich liesen wir dann den neuen Tag mit einem leckeren Fruestueck angehen. Am Mittag erkundeten wir mit Quadrones die umliegenden Wasserfaelle....wobei die schwache Motorisierung und das immer schlechter werdende Wetter den Spassfaktor etwas truebten.





Dafuer gabs dann vor der Abfahrt in den Dschungel nochmal Kaffee und Kuchen in unserem Lieblingscafe... Es wartete ja schliesslich eine 12 stuendige Nachtfahrt im Bus auf uns...

- zweite bergetappe, das eigentliche ziel -



in unseren traumen hatten wir es uns nicht annaehernd so schwer vorgestellt, diesen vulkanriesen namens COTOPAXI, zu besteigen...patrick und bjoern haben heute noch alptraeum beim gedanken daran es nochmals zu versuchen !!!

aber erst mal von anfang an...





nach unserem trainingsberg, ruminahui, zur weiteren akklimatisation stand uns am naechsten tag "nur" der aufstieg zum basecamp, dem refugio jose ribas auf 4800 m und ein kurzes training mit steigeisen und eispickel an der gletschergrenze bei 5000 m bevor...



trotz diamox und viagra hatten unsere jungs die ersten anzeichen...nein nicht was ihr jetzt denkt... der HOEHENKRANKHEIT... hier stellt sich wieder einmal die ungrechte frage warum nur die maenner... uebelkeit und kopfschmerzen machten den somst sehr fitten, starken, total durchtrainerten und maskulinen typen einen strich durch die rechnung...
(@ Ina sowas kann ja nur von Bjoern kommen...) (@ bjoern....stimmt gar nett!!!)

Nach dem besagten training stand dann nur noch eine kleine mahlzeit und das frueh ins bettgehen, um 19uhr, auf der to-doliste.
dabei musste ina und bjoern feststellen, dass ihre fuer die tropen gekauften schlafsaecke auch nur hierfuer geeignet waren... zu gut deutsch... es war arschkalt...
zum glueck mussten wir nur5 stunden durchzittern, bis der imaginaere hahn und uns um 1 geweckt hatte. ein kurze nahrungsaufnahme...
eingepackt in spezialkleidung, bewaffnet mit stirnlampe, es war noch dunkel, steigbuegel und eispickel wagten wir den versuch des aufstiegs....





leider!!! blieb es auch nur bei einem versuch...wenn man es positiv sehen will, schafften wir nachts um 1 uhr... bei eiseskaelte und schneefall, sagenhafte 40000 Hoehen-cm bis wir wieder die hoehenkrankheit zu spueren bekamen und deshalb abbrechen mussten.

die "glucklichen" bergsteiger die die eigentliche hoehe von 5987 m erklommen hatten, bekamen den nicht mal den 50 cm entfernten krater zu sehen ... aufgrund des starken schneefalls und der miesen sicht.

eine unvergessliche erfahrung war es fuer uns trotzdem, und sei es nur die (VORERST) eigene gesundheitliche grenze erlebt zu haben.

nach all den strapazen verliessen wir somit die anden und wendeten uns erstmals dem extremrelaxing zu. die heissen quellen von banos erwarteten uns.

- erste bergetappe -



... als wir im cotopaxi-nationalpark ankamen, bagann unsere erste richtige bergetappe... und zwar hinauf zum gipfel des ruminahui, ein zerkluefteter vulkankrater mit einer Hoehe von 4900 m.


das wetter sollte uns so manchen streich spielen...und so erwartete uns bei tourstart ein heftiger gegenwind. im verlauf der naechsten 6 stunden haben wir so ziemlich jede wetteraenderung zu spuehren bekommen. ein staendiger wechsel von kaelte und waerme, sonne und regen...was wiederrum bedeutete, dass wir bei jedem wechsel auch die kleidung anpassen mussten.
hinzu kam, dass wir immer mehr mit der duenner werdenden luft zu kaempfen hatten.



hatten wir gedacht, dass 3900 m uns zu schaffen machen, so wurden wir eines bessern belehrt ... mit jeden weiteren 100 m wurde auch unser tempo immer langsamer... jeder schritt wurde langsamer, dafuer raste unser puls um so hoeher... doch der bei kurzen gutwetterphasen sich bietende ausblick entlohnte jeglicher muehe.



der letzte abschnitt sollte dann auch unsere nicht vorhandene kletterkenntnisse auf die probe stellen. bewaffnet mit helm und durch gurt und seil aneinander fixiert, versuchte uns luis unser guide, auf sicherem fusse bis an den gipfel zu bringen ... nach insgesamt 4 stunden aufstieg haben wir es unbeschadet geschafft.



der abstieg war im gegensatz dazu einfach nur mit spass verbunden ... die anstrengung hinter uns gelassen, lernten wir das sandsurfen kennen ...
und hatten dabei unser eigentliches ziel, den Cotopaxi die ganze zeit vor augen...